Veranstaltungen

Stimmen Afrikas mit Alice Cherki

Veranstaltungsdetails
Datum:19.09.2010 bis 19.09.2010
Ort:Köln
Anschrift:Allerweltshaus e.V., Körnerstr. 77-79, 50823 Köln
Kontakt:Allerweltshaus e.V., Körnerstr. 77-79, 50823 Köln, Tel: + 49 221 5103002
Kosten:5 Euro / erm. 3 Euro
E-Mail:eineweltarbeit@allerweltshaus.de
Internet:http://www.allerweltshaus.de
Programm:>>>>STIMMEN AFRIKAS <<<<

Alice Cherki (Paris)

„Die Verdammten dieser Erde im Zweiten Weltkrieg“

Über die Bedeutung der Kriegserlebnisse Frantz Fanons für seine antirassistischen Theorien, Vortrag und Gespräch (in Französisch mit Übersetzung)

am Sonntag, 19.09.2010 um 13.00 Uhr im Allerweltshaus Köln

Alice Cherki, Psychiaterin, Publizistin und Mitstreiterin Frantz Fanons, ist in Algerien geboren und hat dort als jüdisches Kind die antisemitischen Gesetze des Vichy-Regimes persönlich miterleben müssen. So musste sie im Alter von drei Jahren ihren Kindergarten verlassen, „weil sie Jüdin war“,auch wenn sie damals noch gar nicht verstand, was das bedeutete. Ihre Beschreibung dieses
Erlebnis wird an einer Hörstation der Sonderausstellung des NS-Dokumentationszentrums über „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ (im Kapitel über Judenverfolgung außerhalb Europas) im Originalton präsentiert.
In den 1950er Jahren hat Alice Cherki als Psychiaterin und Aktivistin der algerischen Befreiungsfront eng mit Frantz Fanon zusammen gearbeitet: bei der Revolutionierung der algerischen Psychiatrie und im Befreiungskampf gegen die französische Kolonialmacht im Untergrund in Algerien und in Tunesien. Später arbeitete sie als Publizistin und veröffentlichte neben einer Biographie Frantz
Fanons u.a. auch ein Buch über die Juden Algeriens (Les Juifs d’Algerie).
Frantz Fanon hat Befreiungskämpfer in der Dritten Welt und Intellektuelle in den Industrieländern gleichermaßen fasziniert und beeinflusst - zum einem mit seiner ungeschminkten Analyse des europäischen Kolonialismus und Rassismus, zum anderen mit den praktischen Konsequenzen, die er daraus zog. 1925 in Martinique geboren, studierte Fanon Philosophie und Medizin in Lyon und meldete sich im Zweiten Weltkrieg freiwillig, um für das „Freie Frankreich“ und gegen
Nazideutschland zu kämpfen. Wie Cherki in der Biografie „Frantz Fanon – Ein Porträt“ (Nautilus-Verlag, 2000) beschreibt, haben der Antisemitismus der Nazis und die rassistische Diskriminierung der Kolonialsoldaten in den französischen Streitkräften seine spätere Analyse des Rassismus entscheidend geprägt.

Eine Veranstaltung des „Allerweltshaus Köln“ in Kooperation mit FilmInitiativ Köln e.V.,Recherche International e.V., NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln, gefördert durch InWEnt. Eintritt 5,-¤ (erm. 3,-¤)

Die Veranstaltung bildet den Auftakt des von FilmInitiativ Köln präsentierten Festivals „Jenseits von Europa XI
– Neue Filme von Afrika“ (19.9. bis 4.10.2010). Sie ist zudem Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“, die das NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln vom 15.9.2010 bis zum
16.1.2011 zeigt.

Weitere Informationen:
Festival „Jenseits von Europa XI – Neue Filme aus Afrika“: www.filminitiativ.de www.facebook.com/FilmInitiativ
Ausstellungsprojekt „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“: www.3www2.de
Programm des NS-Dokumentationszentrums: www.nsdok.de (in Französisch mit Übersetzung)


° ° °
Anne Walkenbach
Koordinatorin für entwicklungspolitische Bildungsarbeit
Region Köln/Bonn

Allerweltshaus e.V.
Körnerstr. 77-79
50823 Köln

Tel: + 49 221 5103002
Mail: eineweltarbeit@allerweltshaus.de

www.allerweltshaus.de

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